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50 States: New Mexico

New Mexiko liegt im Südwesten der USA und wird auch Land der Verzauberung genannt.

Die Hauptstadt Santa Fe hat Stand 2006 ca. 72.000 Einwohner. Im letzten Jahr hat Santa Fe 400-jähriges Bestehen gefeiert. Damit ist Santa Fe die älteste Hauptstadt der USA und hat somit viele alte Gebäude wie einen Gouverneurspalast von 1610 und die älteste Kirche der USA, San Miguel, aus dem Jahr 1628 als Highlights zu bieten.

Ebenso hat Santa Fe als blühendes Kultur- und Kunstzentrum etwa 200 Kunstgalerien, viele Boutiquen und Restaurants. Freitags kann man in den 90 Galerien der Canyon Road Vernissagen erleben und indianische, spanische sowie zeitgenössische und volkstümliche Kunst sind in den zahlreichen Museen der Stadt vertreten. Die einheimischen Pueblo-Indianer bieten ihr Kunsthandwerk auf einem Markt am Gouverneurspalast an.

Albuquerque wurde 1706 gegründet und ist die größte Stadt des Staates. Sie ist bekannt für die lebendige Kultur der Pueblo-Indianer. Im „Indian Pueblo Cultural Center“ lernt man mehr über die Pueblos, ihre Gebräuche und Kultur.

Aber auch an Naturschönheiten hat New Mexico viel zu bieten:

Der „Carlsbad Caverns Nationalpark“ liegt am Nordrand der Chihuahuawüste (nahe der US 62/180 20 Meilen südwestlich von Carlsbad und 164 Meilen östlich von El Paso, Texas) und bietet unter der Gebirgskette Guadelupe eine der tiefsten und formenreichsten Höhlen, die jemals entdeckt wurden. Als die Höhlen geformt wurden, lag das Gebiet vor ca. 250 Millionen Jahren noch unter einer Meeresbucht und bildete ein Kalksteinriff.

Zu besichtigen sind 3 Meilen der Höhlen, erforscht bereits über 20 Meilen. Bereits am Eingang wartet eine Attraktion auf die Besucher: ca. 500.000 mexikanische Bulldog-Fledermäuse verbringen den Sommer (April/ Mai bis ca. Oktober) in der Höhle und beginnen bei Sonnenuntergang mit ihrer Jagd nach Insekten. Zur Besichtigung der Haupthöhle und für kurze Wanderungen reicht normalerweise ein Tag aus. Die Temperatur in der Höhle liegt gleichmäßig bei 13 Grad Celsius, also nehmen Sie sich eine Jacke mit.

Wer etwas Abenteuer erleben möchte, fährt zur Slaughter Canyon Cave. Nach einem steilen Aufstieg zum Höhleneingang kann man im Licht von Taschenlampen eine zweistündige geführte Erkundungstour (vorher anmelden!) durch die Höhlen machen und sich wie ein Entdecker fühlen.

Im „Lincoln National Forest“ (an der US 285, ca. 20 Meilen vom Carlsbad Caverns Nationalpark entfernt) gibt es ebenfalls noch weitere allerdings unerforschte Kalksteinhöhlen sowie Vegetationen von Wüste bis zu subalpinen Wäldern. Man kann Zelten, Bergsteigen, Fischen, Reiten, Wintersport betreiben und Jagen.

Das „White Sands Monument“ (an der US 70, ca. 190 Meilen entfernt) besteht aus weißem Gipssand, der in Dünenhöhen bis zu 15 Metern durch die Landschaft des Tularosa Basin „wogt”. Die Dünen bestehen aus Verwitterungsschutt und Salzton, welche durch Südwestwinde aufgeworfen werden.

Vogelliebhaber kommen im „Bosque del Apache National Wildlife Refuge“ (nahe der I 25, ca. 270 Meilen von Carlsbad Caverns Nationalpark entfernt) auf ihre Kosten. In diesem vom Rio Grande geteilten Naturpark überwintern an Teichen und Sümpfen Schneegänse, Kraniche und viele weitere Wasservögel.

Das „Bandelier National Monument“ (eine Stunde von Santa Fe in Richtung Los Alamos nahe Hwy 502) ist ein Naturschutzgebiet in dem in der Fijoles-Schlucht sehr alte Höhlen der Pubelo-Indianer zu besichtigen sind. jg

Amtrak-Passagierzug “Southwest Chief”

Eisenbahnfan?

Der Amtrak-Passagierzug “Southwest Chief” fährt täglich zwischen Chicago und Los Angeles. Er startet um 15.15 Uhr in Chicago und kommt am übernächsten Morgen um 8.15 Uhr in L.A. an. Die Rückfahrt geht um 18.45 Uhr los und endet wieder am übernächsten Tag in Chicago um 15.20 Uhr. Der Zug legt dabei bei 42 Stunden Reisezeit eine Strecke von 3.631 km zurück.

Der Zug war früher eines der wichtigsten Verkehrsmittel zwischen Ost- und Westküste. Man nannte ihn „Train of the Stars“, da er als einer der luxuriösesten Züge galt und viele Hollywood-Stars ihn benutzten. Als Amtrak den Zug allerdings übernahm wurde er nur noch als gewöhnlicher Überlandzug genutzt.

Man passiert auf der Fahrt acht US-Bundestaaten: Illinois, Indiana, Missouri, Kansas, Colorado, New Mexico, Arizona und Kalifornien. Man fährt vorbei an Farmen, Feldern, Bergen, Wüsten, Missionsstationen und indianischen Siedlungen und kann dabei spektakuläre Aussichten genießen.

Der Zug fährt sogar nahe am Grand Canyon vorbei. Ab Flagstaff/ Arizona fahren Busse und in Williams Junction/ Arizona (nächste Haltestelle des Zuges) kann man ebenfalls mit dem Bus in Richtung der Grand Canyon Railway (Fahrt ab 70 US $ für Erwachsene und 40 US $ für Kinder, ggf. zzgl. Tax) fahren. Dieser Zug bringt Sie zusammen mit Cowboys, Musikern und einem gespielten Eisenbahnüberfall kurzweilig zum Grand Canyon. jg

New Mexico – Auf den Spuren der Indianer

Wer Interesse an der wahren Geschichte des Wilden Westens hat, der sollte bei seiner nächsten Urlaubsplanung den US-Bundesstaat New Mexico in seine Überlegungen mit einbeziehen.
Vor allem die Regionen um Albuquerque, Farmington und Las Cruces und die drei Städte selbst sind einen Blick wert. Hier findet  man viele Nachkommen der Ureinwohner Nordamerikas, vielerorts wird die indianische Kultur auch heute noch gelebt. Zahlreiche historische Monumente und Ruinen geben Einblick in die Welt und das Leben der damaligen Stämme.

Unweit der Stadt Farmington  findet man besipielsweise das Aztec Ruins National Monument, ein zwischen 1050 und 1300 erbautes Netzwerk öffentlicher und zeremonieller Gebäude, Straßen und Wohnhäuser. Das besondere Highlight des ehemaligen Handelszentrums ist die 1934 rekonstruierte und größte Kiva Nordamerikas. Die Kivas waren runde, teilweise unter der Erde befindliche Zeremonienräume und Mittelpunkt des Gemeindelebens. Warum der Ort von den Ureinwohnern verlassen wurde, ist bis heute nicht geklärt. Man geht davon aus, dass Dürreperioden und Wassermangel die Menschen gezwungen haben, weiterzuziehen.
Der Name Aztec hat übrigens nichts mit der Hochkultur des alten Mexikos zu tun, diese  Bezeichnung ist schlichtweg auf die Unwissenheit damaliger Siedler zurück zu führen, die die Erbauer der Anlagen für Azteken hielten.

Bei Albuquerque befindet sich das Reservat der Acoma, das zu den schönsten des ganzen Südwestens zählt. Besonders beeindruckend ist die in 120 Metern auf einem Tafelberg erbaute “Himmelstadt”, von der man einen grandiosen Blick über die Ebene erhält.
Die Acoma sind bekannt für ihr Kunsthandwerk und ihr matrilineares Familiensystem.

Ein echter Geheimtipp für Hobbyarchäologen ist das Gila Dwelling National Monument im Südwesten New Mexicos. In dem mit Leitern und Pfaden verbundenem System aus Höhlenbauten hausten im 13. Jahrhundert Familien des Volkes der Mogollon. Das Monument ist die einzige nationale Einrichtung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Überreste der Mogollon-Kultur zu schützen.

Anfragen für Reisen nach New Mexico können an usareisen.de gestellt werden.

Das Atommuseum in New Mexico braucht mehr Platz

Endlich hat das 1969 gegründete ” National Museum of Nuclear Science and History” ein neues Zuhause gefunden. Nachdem es aus Sicherheitsgründen nach den Anschlägen vom 11.September 2001,  seinen ehemaligen Standort auf einem US – Luftwaffenstützpunkt in Albuquerque räumen musste, wurde es nun am 4. April am Ostrand der Stadt wiedereröffnet. Gezeigt werden derzeit,  in abgespeckter Version, unter anderem alte Flugzuge und Raketen, sowie Austellungsstücke zur zivilen Nutzung der Kernenergie.

Mai 2012
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