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Amtrak-Passagierzug “Sunset Limited”
Der Amtrak-Passagierzug “Sunset Limited” verbindet New Orleans mit Los Angeles auf einer Fahrtstrecke von 3.211 km. Vor dem Hurrikan Katrina fuhr er sogar noch bis nach Orlando.
Er fährt drei Mal in der Woche (montags, mittwochs und freitags) um 11.50 Uhr in New Orleans los und erreicht Los Angeles am übernächsten Morgen um 8.40 Uhr. Zurück geht es sonntags, mittwochs und freitags um 14.30 Uhr in Los Angeles los und endet am übernächsten Tag um 14.55 Uhr in New Orleans. Damit beträgt die Fahrzeit ca. 48 Stunden.
Auf seiner Reise durchquert der Zug folgende US-Staaten: Louisiana, Texas (u.a. Houston und San Antonio mit der Möglichkeit der Anschlusszuges „Texas Eagle“ nach Fort Worth -> als Reisetipp in diesem Forum), Arizona (u.a. Tucson) und Kalifornien.
Der Sunset Limited gilt als dienstälteste Zuglinie der USA. Die Strecke wird bereits seit 1894 befahren. Bei New Orleans wird dabei eine der mit 7,2 Kilometern längsten und mit 41 Metern sehr hohe Eisenbahnbrücken der USA über den Mississippi überquert.
Er fährt durch Südstaatenbayous, entlang der mexikanischen Grenze durch Wüstengebiet und zum Schluss durch die kalifornischen Küstenberge.
Während der Fahrt wird man von Mitarbeitern des National Park Services über die Landschaft und ihre Geschichte informiert.
Im Jahr 2010 wurden über 90.000 Passagiere auf dieser Strecke befördert, was hier sogar einen Zuwachs von über 16% darstellt. jg
New Mexico – Auf den Spuren der Indianer
Wer Interesse an der wahren Geschichte des Wilden Westens hat, der sollte bei seiner nächsten Urlaubsplanung den US-Bundesstaat New Mexico in seine Überlegungen mit einbeziehen.
Vor allem die Regionen um Albuquerque, Farmington und Las Cruces und die drei Städte selbst sind einen Blick wert. Hier findet man viele Nachkommen der Ureinwohner Nordamerikas, vielerorts wird die indianische Kultur auch heute noch gelebt. Zahlreiche historische Monumente und Ruinen geben Einblick in die Welt und das Leben der damaligen Stämme.
Unweit der Stadt Farmington findet man besipielsweise das Aztec Ruins National Monument, ein zwischen 1050 und 1300 erbautes Netzwerk öffentlicher und zeremonieller Gebäude, Straßen und Wohnhäuser. Das besondere Highlight des ehemaligen Handelszentrums ist die 1934 rekonstruierte und größte Kiva Nordamerikas. Die Kivas waren runde, teilweise unter der Erde befindliche Zeremonienräume und Mittelpunkt des Gemeindelebens. Warum der Ort von den Ureinwohnern verlassen wurde, ist bis heute nicht geklärt. Man geht davon aus, dass Dürreperioden und Wassermangel die Menschen gezwungen haben, weiterzuziehen.
Der Name Aztec hat übrigens nichts mit der Hochkultur des alten Mexikos zu tun, diese Bezeichnung ist schlichtweg auf die Unwissenheit damaliger Siedler zurück zu führen, die die Erbauer der Anlagen für Azteken hielten.
Bei Albuquerque befindet sich das Reservat der Acoma, das zu den schönsten des ganzen Südwestens zählt. Besonders beeindruckend ist die in 120 Metern auf einem Tafelberg erbaute “Himmelstadt”, von der man einen grandiosen Blick über die Ebene erhält.
Die Acoma sind bekannt für ihr Kunsthandwerk und ihr matrilineares Familiensystem.
Ein echter Geheimtipp für Hobbyarchäologen ist das Gila Dwelling National Monument im Südwesten New Mexicos. In dem mit Leitern und Pfaden verbundenem System aus Höhlenbauten hausten im 13. Jahrhundert Familien des Volkes der Mogollon. Das Monument ist die einzige nationale Einrichtung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Überreste der Mogollon-Kultur zu schützen.
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